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Parkbesuch 2009

Blog > Gardaland

La dolce vita!

Italiens beliebtester Freizeitpark glänzt mit viel Licht und wenig Schatten. Die hohe Popularität verdankt der Park sicherlich der hochwertigen Thematisierung und der Sauberkeit. Die Attraktionen sind bis auf wenige Ausnahmen familientauglich und haben einen hohen Fun Faktor. Wir besuchten den Park im April.

Nach knappen 5 Stunden Fahrt von München über den (verschneiten) Brennerpass erreichten wir den großen Parkplatz des Gardalandes. Erstaunlich: bis zu diesem Punkt ist der riesige Gardasee nicht zu sehen. Bereits vor dem Parkeingang findet man schon leicht thematisierte Gebäude vor, hauptsächlich einen Geschenkeshop mit den typischen Artikeln.




Der hohe Eintritsspreis von 35€ / Erwachsenem ist ein Dämpfer; liegt es doch am obersten Limit. Der Gegenwert ist aber auch hoch und sollte nicht vergessen werden. Überall findet man schon vor und im Eingangsbereich herrliche, gepflegte Gartenanlagen. Man merkt sofort dass man sich im qualitativen Bereich der Disney Parks befindet. Typisch (wohl für jeden Park) das alte Pferdekarussell, in Italien direkt am Eingang. Schön eingebettet zwischen den Bäumen mit großzügigen Wegen. Der Parkplan ist leicht verständlich und auch die Weggestaltung ist gut gelöst, man findet auch beim ersten Besuch alles was man möchte. Die Themen sind sehr gemischt und teilweise klein, aber der Gesamteindruck ist hervoragend. Hier hält man sich gerne auf!

Trotz Osterfeiren hatten wir Glück mit dem Andrang. Der Park war nur mittelmäßig voll; deutsche Touristen waren Mangelware. An der Hauptattraktion "Mammut", dem längsten Famliy Mine Train Europas, waren die Wartezeiten von 20 min bis sagenhafte 5 min sehr einladend für etliche Wiederholungen. Die waren auch nötig; der Coaster ist sehr gut durchdacht und bietet nicht nur viele G´s sondern auch was für das Auge. Das Theming ist großartig und wer den Überblick nicht verliert sieht auch das Mammut. 3 Lifthills sorgen für ausreichend Fahrspass, und jeder Teil für sich ist anders und einfach nur fun! Selbst 3XL Beuscher passen locker in die Wagen; jeder Fahrgast hat seinen eigenen Bügel mit reichlich Spiel. Gurte gibt es keine.





Aber nicht nur Mammut und Blue Tornado, der Imverted Coaster von Vekoma mit einer zusätzliche Helix am Ende der Fahrt, können überzeugen. Zwei 4D Kinos und die ganzen Flatrides sind alle hochwertig thematisiert und machen viel Spass. Die Wasserfahrten sind an heissen Tagen sicher der Hit. Der Watercoaster mit Atlantis Thema ist schon sehr heftig. In den Kurven sind z.B. die Schienen nicht geneigt. Da man auf den Miniatursitzen nur mit einem Beckengurt festgemacht ist kommt hier zusätzlicher Thrill auf. Hier ist auch eine Grenze für korpulente Fahrgäste; der Gurt ist sehr klein und die Sitze eng zusammen. Nass wird man sicher - auf jedem Platz! Große Auslauf- und Ruhezonen sowie thematisierte Fotopoints runden das Angebot ab.

Unser Nachwuchs bekommt einen eigenen Themenbereich. Fantasy Kingdom zaubert sicher ein Lächeln auf jedes kleine Gesicht. Ganz in der Nähe gibt es auch eine Dschungel Bootsfahrt mit etwas älteren animatronischen Gesellen. Eine Wildwasserbahn fehlt natürlich nicht und auch hier gilt: Achtung, nass! Der "Überkopf Coaster" war leider außer Betrieb, aber weder ich noch mein 14jähriger Begleiter hätten sich nach reichlichem Studium des Gerätes da drauf gewagt. Die Korkenzieherachterbahn, die sich daran vorbei schlängelt, ist eine 1:1 Kopie des Python im Efteling. Prädikat: sehr hart.

Immer wieder stößt man auf Ruhezonen und Gartenanlagen, die peferkt in Szene gesetzt sind. Security hat der Park ausreichend, und man fühlt sich wirklich sicher. Die unterirdische Themenfahrt "I corsari" ist hochwertig, aber doch etwas mager ausgestattet. Sie ist ausreichend lang und der Eingang durch das große Schiff macht richtig Laune. Außerdem kann man so der brennenden Sonne Italiens entfliehen. Zurück an die "Oberfläche" geht es per (ja!) Rolltreppe!





Von der Flying Island, einem sehr futuristischem Aussichtsturm, hat man einen genialen Überblück über den Park und auch den Gardasee. Glaubt man zunächst das Gardaland sei sehr klein so irrt man sich. An einem normalen Tag mit reichlich Besuchern ist für einen Erstbesuch wohl ein 2-Tages Ticket besser geeignet. Alle Attraktionen und Shows sind in einem Tag knapp zu schaffen, mit etwas Ruhe sollten es ruhig 2 Tage sein.

Zwei negative Dinge sollen aber nicht verschwiegen werden. Zum einen ist da die (unerwartete) sprachliche Barriere. Was an der Kasse auch noch funktioniert ist im Park schon schwieriger. Englisch ist hin und wieder gar nicht möglich, auch mit Deutsch ist man völlig hilflos. Man soll nicht glauben dass der Gardasee ein beliebtes deutsches Ferienziel ist. Weiterhin ist das Essen im Park selber nicht das Wahre. Preislich auch in der obersten Region angesiedelt bekommt man keine gute Qualität. Die Verständigungsprobleme an der Ausgabe vervollständigten die Verwirrung. Alles in Allem sollte man sich auf Snacks beschränken und abends in der Gardaregion richtig essen gehen.

Leider war die Fahrt "Ramses" wegen Bauarbeiten außer Betrieb, und auch zeitlich konnten wir leider die Shows nicht sehen. Das gilt es nachzuholen. Interessant ist auch dass bei den meisten Attraktionen ein digitales Zählwerk die Besucher vor der Station zählt und abfängt. Gedrängel an den Bahnhöfen gibt es nicht da max. die Anzahl der verfügbaren Plätze an Besuchern sich dort aufhalten kann. Ein Drehkreuz sorgt für den korrekten Zulauf.

Abschließend bleibt nur zu sagen dass der Park einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat. Kein deutscher Park kann mit der hohen Qualität der Thematisierung und Sauberkeit mithalten. Zudem ist das Gardaland sehr übersichtlich und die Gestaltung der Wege vorbildlich. Wer also eine Verständigung mit Händen und Füßen in Kauf nehmen kann und erst nach dem Park Besuch seine Hauptmahlzeit zu sich nehmen möchte ist hier bestens aufgehoben. Wir jedenfalls kommen wieder!

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